Marsopposition 2003 in verschiedenen Teleskopen unter realen Bedingungen
Wie wird Mars in meinem Fernrohr aussehen? Aufgrund sehr vieler äußerer Einflüsse, die bei der Planetenbeobachtung eine Rolle spielen (siehe auch Relevante Faktoren bei der Planetenbeobachtung) ist eine exakte Vorhersage oder Beschreibung nicht möglich. Man kann aber zu erwartende Bilder für jedes Teleskop berechnen und diese dann untereinander Vergleichen, wenn man für alle Bilder die exakt selben äußeren Bedingungen gelten läßt. Man tut also so, als wäre man auf einem riesigen Teleskoptreffen und hätte zur selben Zeit alle diese Geräte nebeneinander stehen. Mit gleich guten Okularen, mit jeweils typischer Optikqualität (also keine Ausreißer nach oben oder unten), mit perfekter Kollimation und Justierung, sehr guter Streulichtunterdrückung und ohne Tubusseeing. Alle Geräte werden also als perfekt im Rahmen der jeweiligen Bauart angenommen, mit einer für diesen Gerätetyp zu erwartenden optischen Durchschnittsqualität. Auf diese Weise lassen sich die berechneten Bilder einigermaßen sinnvoll vergleichen.
In alle Bilder ist bereits ein Betrag an Luftunruhe (Seeing) einberechnet. Er geht in die Bilder als Wellenfrontfehler mit 0.15 rms-wave ein, das entspricht einem Seeing von 5/10 nach Pickering. Bedenkt man den recht tiefen Stand von Mars zur Zeit der Opposition, so ist dieser Wert noch eher optimistischer Natur. In den meisen Nächten werden daher weniger Details zu sehen sein, als hier gezeigt. Die Luftunruhe begrenzt die maximal sinnvolle Vergrößerung auf etwa 200fach. Daher ist hier auch kein Bild zu finden, welches Mars in noch höherer Vergrößerung zeigt. Jedes Bild zeigt Mars mit der Maximalvergrößerung des jeweiligen Gerätes (2x Öffnung in mm), wobei Geräte über 4" Öffnung durch das miteingerechnete Seeing auf maximal 200fach beschränkt werden.
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| TELESKOP | techn. Daten | MARSBILD |
| Refraktor 60/700mm | V=120x, 1/4 pv-wave |
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| Refraktor 70/700mm | V=140x, 1/4 pv-wave |
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| Refraktor 80/900mm | V=160x, 1/4 pv-wave |
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| Refraktor 90/1000mm | V=180x, 1/4 pv-wave |
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| Refraktor 100/1000mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| Refraktor 120/1000mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| Refraktor 150/1200mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| Newton 114/900mm | V=180x, 1/4 pv-wave |
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| Newton 130/650mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| Newton 150/750mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| Newton 200/1000mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| Newton 250/1200mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| Newton 300/1600mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| Newton 350/1750mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| Newton 400/1800mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| SC 203/2000mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| SC 250/2500mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| SC 280/2800mm | V=200x, 1/5 pv-wave |
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| SC 356/3910mm | V=200x, 1/5 pv-wave |
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| MC 90/1250mm | V=180x, 1/4 pv-wave |
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| MC 127/1540mm | V=200x, 1/4 pv-wave |
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| MC 150/1800mm | V=200x, 1/6 pv-wave |
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| MC 180/2700mm | V=200x, 1/6 pv-wave |
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| MN 127/762mm | V=200x, 1/6 pv-wave |
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| MN 152/1200mm | V=200x, 1/6 pv-wave |
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| MN 180/1440mm | V=200x, 1/6 pv-wave |
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Man erkennt sofort, daß ab etwa 4" Öffnung alle wesentlichen Details sichtbar sind. Unter den gegebenen atmosphärischen Bedingungen ist auch mit viel größeren Optiken nur mehr eine geringe Steigerung zu erwarten. Besitzer kleinerer Geräte werden bei dieser Marsoppostition, durch den tiefen Stand des roten Planeten am Himmel, deutlich begünstigt.
Mars unter idealen Bedingungen>>>
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